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kino009 e.V.
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Am Anfang war der Film - die Entstehung von Kino009 e.V.

 

Was war der Auslöser der Vereinsgründung? Die Kinolandschaft mit Lichtspieltheatern dünnte immer mehr in und um Eisleben aus und als im Jahr 2007 mit dem Abriss der traditionsreichen Spielstätte "Capitol" begonnen wurde, erloschen auch die letzten Hoffnungen auf lokales Kino:

 

Capitol» wird jetzt abgerissen
erstellt 07.08.07 von der "Mitteldeutschen Zeitung" / Redaktion Eisleben

 

Bagger bereiten dem alten Kino «Capitol» in Eisleben nun endgültig das Aus. An dieser Stelle sollen die Stadtterrassen entstehen. (MZ-Foto: J. Lukaschek)

 

 

EISLEBEN/MZ. Dem alten Eisleber "Capitol" wird nun endgültig der Garaus gemacht. Mit dem jetzt begonnen Abriss des ehemaligen Kinos endet die Geschichte des Lichtspielhauses. Bis zum Ende des Monats soll von dem Haus an der Sangerhäuser Straße nichts mehr übrig bleiben.

 

Laut Michael Richter, Leiter des Fachbereichs Kommunalentwicklung und Bau der Eisleber Stadtverwaltung, soll das Areal beim zweiten Rundgang auf dem künftigen Lutherweg, der am 31. August stattfinden wird, schon beräumt sein. Dann können die Planer den Teilnehmern des Rundgangs durch die Lutherstadt ihre Visionen von den Stadtterrassen erläutern, die dort geschaffen werden sollen.

 

Das alte Kino war bis vor kurzem noch in den Händen eines Besitzers aus Sangerhausen. Mit diesem hatte sich die Stadtverwaltung schließlich "auf einen akzeptablen Kaufpreis" geeinigt, so dass die Lutherstadt nun über ein großes Areal verfügt, auf dem die Terrassen-Pläne verwirklicht werden sollen. Prüfungen der Bausubstanz des "Capitols" hätten ergeben, dass allein der Abriss des Gebäudes in Frage kommen kann. Das sahen laut Richter auch die Experten der Denkmalpflege so. Zuvor war in diesem Bereich bereits die ehemalige "Spowa" abgerissen worden.

 

Das "Capitol" war Mitte der 1920er Jahre als Filmtheater mit Varieté-Bühne errichtet worden. Hier dirigierte 1945 Eduard Künnecke seine Operette "Der Vetter aus Dingsda". Im Februar 1946 fand hier jene Festveranstaltung statt, bei der Eisleben offiziell den Namen "Lutherstadt" erhielt.

 

Sollte es dies nun gewesen sein ? Nein ! Unter uns befand sich ein ehemaliger Filmvorführer ,der sich mit diesem Thema seit über 30 Jahren in unterschiedlichsten Varianten beschäftigte und nun seine Gerätschaften dem Verein zur Nutzung überlies. Eine Filmvorführung des Dokufilms "Heinz und Fred" und dem anschließenden Gespräch mit den Filmemachern Mario Schneider und Thomas Jeschner gab dann den letzten Impuls.

 

Kurios : Die Ticketkarte lautet 009 ,hatte aber nichts mit unserem Vereinsnamen zu tun.

 

 

Unser Ziel ist die Beschäftigung mit aktueller Filmkunst, aber auch die Vorführung von Filmklassikern für alle Altersgruppen. Dabei wollen wir ein zentrales Thema in den Mittelpunkt der monatlichen Vorführungen stellen. Um den Film versuchen wir ein Programm zu gestalten und Partner zu finden, die thematisch zu den Filmen passen. Wir wollen mit unseren Besuchern ins Gespräch kommen, wollen den monatlichen Wunschfilm ausstrahlen und vieles mehr. Derzeit ist nur die Aufführung von 35 mm Kopien geplant, DVD- oder Videoaufführungen wollen wir weitestgehend meiden. Gesprächsrunden mit Schauspielern, Filmschaffenden sind ein weitere Zielsetzung. Wir können es uns auch sehr gut vorstellen zu bestimmten Themen innerhalb der schulischen Bildung ergänzend zu wirken und dort Filmvorführungen von 16 mm und 35 mm -Filmen vorzunehmen.

 

Der Verein betreibt ein "Mobiles Kino" ,das heißt ,es gibt derzeit keine feste Spielstätte. Ein Anlaufpunkt in Eisleben ist der "Große Saal", sowie das Foyer der Landesbühne Sachsen-Anhalts, aber auch speziell für Schulklassen das "Moskito". Weitere Einsatzorte sind die Kultur - und Bürgerhäuser der Gemeinden. .Dieses Netz soll nun in den nächsten Tagen und Wochen entsprechend den Bedürfnissen der kleinen und großen Kinofreunde erweitert werden.

 

Was nützen jedoch alle guten Vorsätze ,aller Einsatz ,wenn weder die materielle noch finanzielle Absicherung gegeben ist ? Die Resonanz auf unser Projekt war in kürzester Zeit erfreulich gut. Für die Premierenveranstaltung haben wir mit der Landesbühne Sachsen Anhalt und hier vorallen mit dem Intendanten Herrn Fischer und dem Disponenten Herrn Kutsche verlässliche und kreative Partner gefunden. Sehr engagiert zeigte sich die Sparkasse Mansfeld-Südharz mit ihrem Vorstand und Herrn Kegel als Verbindungsmann. Letztlich hat die Wohnungsbaugenossenschaft Eisleben e.G. in der Person des Geschäftsführers Herr Dölle und Frau Jeske von Beginn an hinter dem Projekt gestanden und können damit auch ihren Mietern und Kunden ein monatliches Highlight bieten.

 

Die Mitglieder des Vereins verfügen über mehrere Kinovorführgeräte ,u.a. über die unverwüstliche ,aber auch feinfühlige "TK 35 ". Hier wird nicht Nostalgie gepflegt, sondern langlebige und auf den heutigen Stand umgerüstete Technik genutzt. Sie lässt sich relativ schnell und ohne größeren Aufwand von Spielstätte zu Spielstätte transportieren .Ferner verfügen wir seit Juli 2010 über zwei Hochleistungsbeamer mit über 5800 Ansilumen und den entsprechenden Objektiven. Ein universeller Einsatz ist das Markenzeichen dieses "Technikwunder". Hinzu kommen verschiedene mobile Leinwände, darunter eine Indoorleinwand von 8,00 m x 4,00 m .und eine aufblasbare Leinwand von ca. 9 x 7 Metern.

 

 

TK 35 -Technik,die begeistert